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Die Behandlung besteht darin, dem Patienten Gelegenheit zu geben, sich seinem Gegenüber mitzuteilen. Psychotherapie ist ein „Übergangsraum“, es geht um die innere Realität (Gefühle, Überzeugungen, Wünsche, Wahrnehmungen usw.), aber auch um die äußere Realität. Das Kind hat in einem geschützten Raum die Möglichkeit, über das therapeutische Spiel oder sprachlich auszudrücken, welche emotionalen Konflikte es in seiner Entwicklung behindern, was innerlich und äußerlich schief gelaufen ist, welche Fähigkeiten/ Stärken es hat und was es braucht, um sich weiterentwickeln zu können.

In der Therapie ist das Spiel immer auch ein Schauplatz, auf dem sich Bedeutsames abspielt. Manchmal werden alte Beziehungsmuster wiederholt/fortgesetzt, was hilft, diese besser zu verstehen, manchmal werden neue Beziehungsformen ausprobiert, das Kind bekommt Kontrolle über Erlebtes. Als Therapeutin teile ich den Fantasie- und Erfahrungsraum des Kindes, ich bringe dem Kind nicht etwas bei, verlange von ihm keine Aufgabenerfüllung. Erfolgreiche Therapie und Lachen hängen zusammen! Es ist wichtig, die positiven Kräfte, die in der gemeinsam erlebten Freude liegen, auch mit den Eltern/mit der Familie wieder auszugraben.

Wenn Kinder gern in die Therapie kommen, wird das oft missverstanden in dem Sinn, dass die Therapie reine Bedürfnisbefriedigung ist. Oft sind Erinnerungen zu schmerzhaft, um darüber zu reden, das Kind hat sie zu seinem eigenen Schutz vergessen oder abgespalten von seinem Erleben. Kinder aus Vernachlässigungssituationen lernen oft besonders gut, nach außen möglichst nichts zu zeigen. Manchmal möchten die Kinder die Therapie auch als eine Insel, einen sicheren Ort erleben.