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Es gehört zum Heranwachsen, dass Probleme und Störungen auftreten. Dies ist nicht immer Ausdruck einer seelischen Erkrankung.
Es kann jedoch sein, dass Sie sich als Eltern durch anhaltende Probleme verunsichert fühlen oder Lehrer/Erzieher oder Ärzte auf diese aufmerksam machen.

Es können äußere oder innere Erfahrungen sein, die psychisches Leiden oder Verhaltensauffälligkeiten hervorrufen. Krankheiten, Arbeitslosigkeit eines Elternteils, Wohnortwechsel, Trennungen oder Neuzusammensetzung der Familie sowie Todesfälle sind für die betroffenen Kinder oft Ereignisse, die die Fähigkeit zur Bewältigung überfordern. Auch die unvermeidlich anstehenden körperlichen und psychischen Entwicklungsschritte können krisenhaft erlebt werden. Das gestörte Gleichgewicht kann nach einer kurzen Zeit wiederhergestellt sein. Zeigt sich aber, dass die Probleme anhalten, depressive Verstimmungen, Ängste zunehmen oder wenn das Kind/der Jugendliche dauerhaft mit dem zwischenmenschlichen Zusammenleben nicht klar kommt und sich von Aktivitäten zurückzieht, die Konflikte sich ausweiten oder psychosomatische Erkrankungen auftreten, ist es ratsam, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Bei Traumafolgestörungen nach Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung, die häufig bei Kindern oder Jugendlichen zu finden sind, die in Pflegefamilien oder Wohngruppen aufwachsen, ist oft ein spezielles traumatherapeutisches Vorgehen notwendig.

Psychotherapie bedeutet nicht, dem anderen gut gemeinte Ratschläge zu geben. Das Aufsuchen einer Therapie wird oft fälschlicherweise gleichgesetzt mit Erziehungsversagen. Im Gegenteil: es zeigt, dass die verantwortlichen Bezugspersonen in der Lage sind, für ihr Kind sorgend zu handeln.
Es wird gemeinsam versucht, einen Zusammenhang zwischen Symptomen, Erlebtem (und wie es bewältigt wurde) sowie dem gegenwärtigen Verhalten
des Kindes/ Jugendlichen zu finden