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Sie als Eltern sind zumeist die bedeutendsten Beziehungspersonen für das Kind, Sie melden das Kind zur Therapie an. Sie sind es auch, die die Therapievereinbarung mit mir treffen und die dafür sorgen, dass Ihr Kind regelmäßig zu den Sitzungen kommt,auch und vor allem in den Phasen, in denen das Kind nicht so gerne kommt. Regelmäßige Gespräche mit Ihnen sind wichtig für den Erfolg der Therapie. Manchmal sind Eltern durch die Erkrankung des Kindes stark verunsichert und belastet. Zuweilen fühlen sie sich schuldig an der Erkrankung des Kindes. Manchmal benötigen sie eigene therapeutische Hilfe. In den therapiebegleitenden Gesprächen können Eltern ihre Beteiligung am Krankheitsgeschehen erkennen, bearbeiten und andere Antworten auf das Kind entwickeln. Psychotherapie verändert nicht nur den Patienten, sondern auch seine Familie. Kindertherapie verlangt den Müttern und Vätern also auch viel ab. Der (oft unausgesprochene) Behandlungsauftrag der Eltern deckt sich nicht immer mit den Behandlungszielen der Kindertherapie: Sie wünschen sich eine Beseitigung der Symptome, aber sie wünschen nicht unbedingt, dass die Kindertherapeutin sich mit der Familiendynamik befasst und schmerzhaft an die eigene Konfliktgeschichte der Eltern rührt. Dies kann aber wichtig sein, damit die „Gespenster der Vergangenheit“ ihre Macht über die Gegenwart verlieren.